Religiöse Erziehung im Kindergarten bedeutet für uns nicht eine einseitige Beeinflussung oder eine Vermittlung eines bestimmten Quantums an biblischen Kenntnissen.
Durchaus aber möchten wir die Kinder mit der Person Jesu und seinem Verhalten gegenüber anderen Menschen vertraut machen und ihnen zum Aufbau eines positiven Gottesbildes, das frei von Ängsten und Bedrohungen ist, verhelfen. 

Wie lässt sich das verwirklichen?

Kinder in Kostümen des KrippenspielsZum einen durch die Atmosphäre und den Stil der Gruppenarbeit, durch die Art des Umgangs unter den Erwachsenen und im Umgang mit den Kindern, lassen sich wesentliche Inhalte des Evangeliums vermitteln, so beispielsweise akzeptiert zu sein, selbst zu akzeptieren und anderen vertrauen zu können, Hoffnung und Lebensmut zu haben, vergeben und verzeihen können. 

Zum anderen durch das Erzählen ausgewählter biblischer Geschichten, dem Singen kindgerechter christlicher Lieder, sowie die gemeinsame Gestaltung von Festen und Gottesdiensten.

Die Situation des Kindes, seine Fragen und Erfahrungen, Ängste und Freuden, sind die Ausgangspunkte für unsere pädagogische Arbeit. Im Kindergartenalltag wird das Kind ermutigt und erfährt: „Ich kann etwas!“ Es entwickelt Vertrauen zu seiner Bezugsperson und zu sich und seinen Fähigkeiten. Das Konzept des Offenen Kindergartens ist in besonderem Maße geeignet, das Selbstwertgefühl der Kinder zu stärken und das sowohl sozialpädagogische als auch religionspädagogische Leitmotiv umzusetzen: „So wie ich bin, bin ich gut, werde ich geliebt.“ 
Zusammenfassend kann man sagen, dass religiöse Erziehung im Kindergarten für uns bedeutet, Kinder zu freien, verantwortlichen und sensiblen Menschen zu erziehen, eine Erziehung, die gekennzeichnet ist von Liebe, Achtung und Offenheit. 

Unterstützt werden wir bei unserer Arbeit von Frau Isabel Klaus, Pastrorin in unserer Gemeinde. Viele Kinder treffen ihn später in der Kinderkirche, in der Kinder- und Jugendarbeit oder beim Konfirmandenunterricht wieder.

Kinder in Kostümen der Weihnachtsaufführung