Sonntag, 8. September 2019, 10:00 Uhr

Die Kunstgottesdienste in Remberti, die alle zwei Monate stattfinden, sind immer gut besucht und machen mir ganz persönlich große Freude. Immer wieder aufs Neue darf ich mich in der Vorbereitungsphase in die Lebenswege und Entwicklungsprozesse der Künstler*innen vertiefen und ihre Werke erkunden. Wenn dann am Ende der Vorbereitung alles zu einem Guss geworden, der jeweils individuelle Künstlerpsalm geschrieben ist und auch die Bilder über die Leinwand ackern, bin ich glücklich. 

Im September bleiben wir künstlerisch noch in Amerika. Unser letzter Künstler, Mark Rothko, hat in seinen abstrakten Bildern die Stimmung und das Licht der New Yorker Welt und die seiner eigenen festgehalten. New York war nicht immer die Stadt der Wolkenkratzer und der Straßenschluchten. Als sich auch Edward Hopper (1882–1967) Anfang des 20. Jahr- hunderts dort niederließ, war die Stadt noch weit entfernt von ihrer berühmten Skyline. Ed- ward Hopper wandte seine Aufmerksamkeit alltäglichen Orten zu. In seinen Bildern lehnt man sich an die einsamen Figuren und die verlassen wirkenden Orte. Zu Edward Hoppers berühmtesten Bildern gehört „Nighthawks“, die „Nachtschwärmer“. Es spiegelt Hoppers wehmütigen Blick auf diese Stadt wider. Aber es gibt noch vieles mehr von ihm zu entdecken am 8. September.