Überall wo Menschen zusammenkommen, vor allem da, wo sie einander vertrauen, ist es möglich, dass Menschen anderen Menschen sexualisierte Gewalt antun. Damit werden sowohl grenzverletzendes Verhalten, das unbeabsichtigt oder beabsichtigt geschieht, z. B. durch unangenehme Berührungen, Witze, herabwürdigende Redeweisen, Fotos usw., wie auch bewusste (sexuelle) Übergriffe bis hin zu strafrechtlich relevanten Formen von sexualisierter Gewalt bezeichnet.
In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche Missbrauchsfälle in evangelischen Gemeinden und dazugehörenden Einrichtungen bekannt – auch in Bremen.
Als Konsequenz sind nun alle der BEK zugehörigen Gemeinden verpflichtet, bis spätestens März 2026 ein Schutzkonzept zu erarbeiten. Wir haben dafür in der Gemeinde eine Arbeitsgruppe gegründet. Als Grundlage für das Schutzkonzept dient die Gewaltschutzrichtlinie der EKD, die im Jahr 2021 von der BEK übernommen wurde. Außerdem bieten andere bereits vorliegende Schutzkonzepte eine gute Grundlage. Die Fachstelle für sexualisierte Gewalt in der BEK steht beratend und unterstützend zur Seite.
Über einen in der Gemeinde ausliegenden anonymen Fragebogen, der auch online unter https://remberti.de/schutzkonzept/fragebogen oder mit Hilfe des QR-Codes auf der Seite ausgefüllt werden kann, versuchen wir zurzeit, möglichst viele Gemeindemitglieder und Nutzer*innen der vielfältigen Angebote der Gemeinde zu erreichen. Es gilt herauszufinden, ob und wo in unserer Gemeinde mögliche Risiken für sexualisierte Gewalt vorliegen, und diese bei Bedarf zu minimieren.
Unser Ziel ist, das Schutzkonzept in der Gemeinde fest zu verankern und regelmäßig zu überprüfen, um damit Missbrauchsfälle möglichst zu verhindern. Dafür braucht es eine Kultur des Hinschauens, der Offenheit und der Sensibilität für dieses Thema.
Die hauptamtlichen Mitarbeitenden der Gemeinde haben bereits an einer Basis- Schulung zur Prävention sexueller Gewalt teilgenommen. Im nächsten Schritt werden Ehrenamtliche aus dem Kirchenvorstand und der Diakonie an einer solchen Schulung teilnehmen. Weitere Schulungsangebote zur Prävention werden folgen.
Beim nächsten Konvent möchten wir Ihnen das Schutzkonzept als Ganzes vorstellen. Sollten Sie dazu Fragen oder Anregungen haben, wenden Sie sich gern per E-Mail an schutzkonzept@remberti.de oder sprechen Sie uns persönlich an.
Mareike Dittrich, Helmut Holtmann und Christina Roth-Trinkhaus




