Predigt am Sonntag Judika

von | 26. März 2023

Gottesdienst am Sonntag Judika, 26.3.2023

Liturgie und Predigt: Pastorin Esther Joas und Theologiestudentin Agathe Wichmann

Orgelmusik

Votum und Begrüßung

Der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und gebe sein Leben als Lösegeld für viele. (Mt 20,28).

Dieser Vers aus dem Matthäusevangelium steht über dem heutigen Sonntag Judika. Er ist nach dem Anfang des 43. Psalms benannt: Judica me Deus. Schaffe mir Recht, Gott.

Wir befinden uns mitten in der Passionszeit. Fasten, Besinnung und Rückzug sind ein christlicher Weg, um sich auf die Botschaft von Verurteilung, Verrat und Kreuzigung Jesu vorzubereiten, auf das Schwachsein und menschliches Versagen. Wo ist Gott, wenn wir Leid und Ungerechtigkeit erfahren?

Lied: Du hast uns Herr gerufen (Gesangbuch, Nr. 168, 1-3.6)

Psalm 43 (Gesangbuch, Nr. 724)

Kyrie-Lied: Meine engen Grenzen

Gebet

Guter Gott, lass uns ankommen bei dir, lass uns angenommen fühlen, so wie wir sind. Die Bibel sagt, der Mensch solle dienen und nicht herrschen, Gott vertrauen in seiner Schwäche so wie Jesus Christus das tat. Denn dann leuchtet deine Stärke auf, dein Licht, dein Friede, deine Zuwendung. Ist das der Weg, der heilt und beglückt und Freude bringt? Manchmal ist das schwer zu glauben, aber wir wollen uns auf den Weg machen und hören, was davon gesagt wird. Amen.

Lesung: Mk 10, 32-45

Auf dem Weg nach Jerusalem ging Jesus vor den anderen her. Alle, die dabei waren, wunderten sich. Aber die Jünger, die ihm folgten, hatten Angst. Da nahm Jesus die Zwölf noch einmal beiseite. Er kündigte ihnen an, was mit ihm geschehen sollte:„Wir ziehen jetzt nach Jerusalem. Dort wird der Menschensohn den führenden Priestern und Schriftgelehrten ausgeliefert. Sie werden ihn zum Tod verurteilen und an die Heiden ausliefern, die unser Land besetzen.Die werden ihn verspotten und anspucken, ihn auspeitschen und töten. Aber nach drei Tagen wird er vom Tod auferstehen.“

Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, traten zu Jesus und sagten zu ihm: „Lehrer, wir möchten, dass du uns eine Bitte erfüllst.“ Jesus fragte sie: „Was möchtet ihr denn? Was soll ich für euch tun?“ Sie antworteten: „Lass uns neben dir sitzen, wenn du in deiner Herrlichkeit regieren wirst –einen rechts von dir, den anderen links.“ Aber Jesus sagte zu ihnen: „Ihr wisst nicht, um was ihr da bittet! Könnt ihr den Becher austrinken, den ich austrinke? Oder könnt ihr die Taufe auf euch nehmen, mit der ich getauft werde?“ Sie erwiderten: „Das können wir!“ Da sagte Jesus zu ihnen: „Ihr werdet tatsächlich den Becher austrinken, den ich austrinke. Und ihr werdet die Taufe auf euch nehmen, mit der ich getauft werde.Aber ich habe nicht zu entscheiden, wer rechts und links von mir sitzt. Dort werden die sitzen, die Gott dafür bestimmt hat.“ Die anderen zehn hörten das Gespräch mit an und ärgerten sich über Jakobus und Johannes. Da rief Jesus auch sie herbei und sagte zu ihnen: „Ihr wisst: Diejenigen, die als Herrscher der Völker gelten, unterdrücken die Menschen, über die sie herrschen. Und ihre Machthaber missbrauchen ihre Macht.Aber bei euch ist das nicht so: Sondern wer von euch groß sein will, soll den anderen dienen.Und wer von euch der Erste sein will, soll der Diener von allen sein.Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen. Im Gegenteil: Er ist gekommen, um anderen zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele Menschen.“

Lied: Liebe, die du mich zum Bilde (Gesangbuch, Nr. 401, 1-4)

Predigt zum Hebräerbrief 5, 1-10

Denn jeder Hohepriester wird aus den Menschen genommen und für die Menschen eingesetzt zum Dienst vor Gott, um Gaben und Opfer für die Sünden darzubringen. Er ist fähig, mit den Unwissenden und Irrenden mitzufühlen, da er auch selbst behaftet ist mit Schwachheit, und dieser Schwachheit wegen muss er wie für das Volk so auch für sich selbst Sündopfer darbringen. Und keiner nimmt sich selbst diese Würde, sondern er wird von Gott berufen, so wie Aaron. So hat auch Christus sich nicht selbst die Würde verliehen, Hohepriester zu werden, sondern der zu ihm gesprochen hat: Mein Sohn bist du.  Ich habe dich heute gezeugt, wie er auch an anderer Stelle sagt: Du bist Priester auf ewig nach der Ordnung Melchisedeks. Er hat in den Tagen seines irdischen Lebens mit lautem Schreien und unter Tränen Gebete und Bitten vor den gebracht, der ihn aus dem Tod retten konnte, und er ist erhört worden aufgrund seiner Gottesfurcht. Obwohl er der Sohn war, hat er durch das, was er gelitten hat, den Gehorsam gelernt; zur Vollendung gelangt, ist er für alle, die ihm gehorchen, der Urheber des ewigen Heils geworden und wurde von Gott angeredet als Hohepriester nach der Ordnung Melchisedeks. (Hebr. 5, 1-10)

Vielleicht fragen Sie sich, wie dieser Text einzuordnen ist und was es mit dem Hohepriester auf sich hat.

Die Bibel ist ein sehr altes Buch. Das Alte und das Neue Testament haben zusammen einen Entstehungszeitraum von 1.000 Jahren und das liegt jetzt schon 2.000 Jahre zurück. Und dann sind die Orte, von denen sie erzählt, weit weg von hier. Wir müssen Brücken bauen über die Zeit und den Raum und das ist eine schwierige Aufgabe. Manchmal frage ich mich, warum wir immer noch diese alten Texte lesen. Wir sind heute an einem anderen Punkt der Geschichte, haben eine Aufklärung hinter uns und einen anderen Blick auf die Welt. Aber die Kirche gründet auf der Bibel. Sie ist uns vorgegeben als Zeugnis von Gotteserfahrung.  Wir suchen darin, was uns zum Glauben bringt. Im 2. Jahrhundert entschied man, dass der Hebräerbrief zur Bibel gehören soll, wie auch die Evangelien, die Briefe des Paulus und andere Schriften. Vermutlich ging es beim Hebräerbrief darum, jüdische Identität in christliche Identität zu überführen. Der jüdische Tempel war beim Verfassen des Hebräerbriefs vermutlich bereits zerstört worden und damit das Zentrum der damaligen jüdischen Religion und Kultur. Die Botschaft des Hebräerbriefs lautet in etwa: „Wir brauchen keinen Tempel mehr mit Hohepriestern, wie ihr es kanntet. Jesus Christus ist jetzt der ewige Hohepriester! Er übernimmt die Aufgabe, die früher die Priester im Tempel ausübten. Er baut jetzt die Brücke zwischen Gott und uns Menschen. Bringt eure Gebetsanliegen vor ihn, der Auferstandene spendet Trost und Segen und führt euch zurück auf einen guten Weg. Dazu braucht ihr den Priestern keine blutigen Tempel-Opfer aus eurer wertvollen Tierherde zu bringen. Wer glaubt, dass Jesus Christus auferstanden ist, der findet einen neuen Zugang zu Gott.“

Im Hebräerbrief heißt es, dass Jesus ein Hohepriester war, wie Melchisedek es war. Melchisedek ist eine merkwürdige und vielleicht deshalb sagenumwobene Figur aus dem Ersten Testament. Einmal trifft er Abraham, segnet ihn und nimmt Abgaben von ihm entgegen, vielleicht eine Huldigung. Man nennt ihn König von Salem, also „König des Friedens“, und sein Name bedeutet auf Hebräisch „König der Gerechtigkeit“. Er wurde in der jüdischen Tradition zum Ideal eines endzeitlichen Priesterkönigs, obwohl er nicht von Aaron abstammte, wie es sich nach jüdischem Gesetz für einen Priester gehörte. Auch Jesus stammte nicht aus der Priesterklasse der Aaroniten. Aber Gott hat ihn als seinen Sohn eingesetzt und so konnte er der König des Friedens werden, der endzeitliche Priesterkönig Melchisedek.

Kurze Orgelmusik 

Der endzeitliche Priesterkönig… mitfühlend soll er sein, bereit zu dienen…. Ich versuche, eine Brücke zu bauen:

Da sitze ich vor dem flimmernden Bildschirm. Es ist 20 Uhr. Tageschau. Judith Rakers begrüßt mich und alle, die sich mal wieder vor den Bildschirm bequemt haben. Ein Bild nach dem anderen rauscht vor meinem Auge vorbei. Asylsuchende werden an der Grenze zu Kanada nun auch abgewiesen. Wer rein will, muss die Grenze illegal überqueren. Amoklauf irgendwo. Ach ja, in der Ukraine ist ja immer noch Krieg. Die Bilder von den Trümmern einer zerstörten Stadt machen mich irgendwie fertig, aber so ganz mitfühlen kann ich auch nicht mehr. Ich leide. Nicht weil mich die Nachrichten schocken, sondern weil sie mich irgendwie nicht mehr berühren. Wie kann ich nur so abgestumpft sein, obwohl es mir hier so gut geht? Es ist zu viel.

„Er kann mitfühlen mit den unwissenden und irregeleiteten Menschen. Denn er selbst ist der menschlichen Schwachheit unterworfen.“

Ein Mann sitzt im Café. Obwohl 134 Mails im Büro auf ihn warten, gönnt er sich diese eine Auszeit. Er blättert ein wenig wahllos durch das Magazin, das er auf dem Stuhl neben sich entdeckt hat. Der Bezug ist schon ein wenig abgewetzt. Zufällig hat er die Zeitschrift in die Hand genommen. Seine Augen bleiben an einer Seite kleben. Promitrennungen 2023 – Was ist da los?“ Waaaaas? Wie kann das sein? Warum haben die sich denn getrennt? Das lief doch 14 Jahre so gut. Er denkt an sich selbst. Seine eigene Trennung ist nun 3 Jahre her. Ein Stich geht ihm durchs Herz und er ist auf einmal wieder sehr traurig.

„Er kann mitfühlen mit den unwissenden und irregeleiteten Menschen. Denn er selbst ist der menschlichen Schwachheit unterworfen.“

Wie soll sie es schaffen? Es sind nur noch 200€ auf dem Konto und ihr Kind weint im Nebenzimmer. Heute Abend gibt es wieder Nudeln. Draußen ist es kalt. Sie zieht an ihrer Zigarette und seufzt.

„Er kann mitfühlen […]. Denn er selbst ist der menschlichen Schwachheit unterworfen.“

Jemand, der mitfühlt, wenn ich leide und abgestumpft bin. Jemand, der mit mir fühlt, wenn meine Traurigkeit mir das Herz schwer macht. Jemand, der meine Trostlosigkeit mitträgt, wenn es draußen kalt ist. Jemand, der mir keine guten Ratschläge erteilt, sondern sich vor mich hinkniet und mir Mut macht. Jemand, der nicht mit seinen Worten über mich bestimmen will und mir sagt, was zu tun ist, sondern jemand, der mir mit seinen Worten und mit seiner Anwesenheit hilft. Jemand, der in dem Moment genauso schwach ist, wie ich. Jemand der Mit-leidet. Mit-fühlt und damit mir dient.

„Wer von euch groß sein will, soll den anderen dienen. Und wer von euch der Erste sein will, soll der Diener von allen sein. Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen. Im Gegenteil: Er ist gekommen, um anderen zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele Menschen.“

So sagt es Jesus zu seinen Jüngerinnen und Jüngern, wie wir es vorhin auch in der Lesung aus dem Markusevangelium gehört haben. Wahre Größe liegt nicht darin, dass wir uns groß machen, sondern in der Annahme unserer eigenen Schwachheit. Dann sehen wir auch die Bedürftigkeit anderer Menschen. Jesus selbst ist einer, der mitfühlt und sich selbst schwach macht, um dir und mir zu dienen.

Ein Hohepriester, der menschlich schwach ist. Passt das zusammen? Bei der Verurteilung Jesu treten die Hohepriester als Ankläger Jesu auf. Sie werfen Jesus Gotteslästerung vor und fordern seine Hinrichtung. Vor diesem Bild tritt die Beschreibung Jesu im Hebräerbrief als ein mitfühlender Hohepriester noch einmal besonders kontrastreich hervor. Seine Kraft liegt nicht im Verurteilen, sondern darin, dass er selbst menschliche Schwachheit in sich trägt.

Wir hören diese Bibelstelle mitten in der Passionszeit, auf dem Weg nach Golgatha, der Kreuzigung, dem menschlichen Versagen. Jesus versagte zunächst als Hoffnungsträger und Messias, die Ankläger versagten in ihrem Anspruch auf Menschlichkeit und Gerechtigkeit. Denn ein Unschuldiger wurde gefoltert und getötet.

Jesus hatte das seinen Jüngern angekündigt, mehrmals. Und sie hatten nichts Besseres zu tun, als darüber zu streiten, wer rechts und links neben dem endzeitlichen Thron sitzen darf, wenn Jesus dann auferstanden ist. Das ist auch menschliches Versagen, der Drang, sich über andere zu stellen. „Keiner nimmt sich selbst diese Würde“, hallt es aus dem Hebräerbrief. Wir nehmen an, was uns gegeben ist.

Jesus ahnt, was ihm gegeben ist, welche Aufgabe ihn erwartet:  Er soll uns Menschen zeigen, dass Versagen und Schwachheit angenommen und von Gott verwandelt werden.

Wie schwer das ist! Mit lautem Schreien und unter Tränen soll Jesus seinen Gott angefleht haben. Er litt körperliche Schmerzen und hatte Todesängste in einer dramatischen Steigerung dessen, was hoffentlich die meisten von uns je erfahren haben und werden.

Nichts daran ist gut und richtig. Folter und Todesstrafe sind grausam und falsch. Aber die biblische Botschaft will auf etwas anders hinaus: Jesus glaubte und vertraute darauf, dass Gott gerade in dieser Schwachheit, in diesem Versagen ein Zeichen senden wird.

„Durch das, was er gelittenhat, hat er den Gehorsam gelernt“, so schreibt es der Hebräerbrief. Gehorsam ist ein Wort, bei dem es mir angesichts unserer deutschen Geschichte kalt den Rücken runterläuft. Ich deute es als Annahme dessen, was ist. Am Ende auch Annahme unserer Sterblichkeit.

In dieser Polarität bewegen wir uns ja: Als Mensch und gerade auch als Christ nehmen wir nicht einfach alles hin, wie sie ist. Wir sind berufen, Ungerechtigkeit anzuklagen, Liebe und Menschlichkeit in die Tat umzusetzen, Kultur zu schaffen und Leben zu gestalten. Und dann ist da auf der anderen Seite diese Passivität, Gehorsam, Annahme dessen, was ist.

Gott sandte in der Tat ein Zeichen nach Jesu Tod. Jesus Christus erschien seinen Anhängerinnen und Anhängern lebendig. Aus der Tiefe holte er seinen Sohn ins Licht und es wurde klar, dass Jesu Worte und Zeichenhandlungen weiterhin gültig sind, dass in seiner Nachfolge das Himmelreich anbricht, dass in Jesu Schwäche Gottes Stärke sichtbar wurde.

Priesterlich ist meiner Ansicht nach der unendlich dienende und unmittelbare Gottesglaube Jesu bis zum Tod; vielleicht auch sein Dienst, uns auf diese leidvolle Weise ein ewiges Zeichen zu senden. Ich weigere mich, ihn als letztes priesterliches Schlachtopfer anzuerkennen, wie es so manche Bibelstelle nahelegt.

Auf dem Liedblatt sehen Sie eine Plastik von dem Bildhauer Willi Hahn abgedruckt. Er nannte sie den „Pilger“. Der Pilger ist offensichtlich erschöpft, müde vom langen Weg. Vielleicht hat er unterwegs viel Leid gesehen und kann nicht mehr hinsehen, wie bei den Nachrichten in der Tagesschau, von denen vorhin die Rede war. Vielleicht trauert er nach einer Trennung oder sorgt sich wie die Mutter um das Auskommen der Familie. Er ist erschöpft. Aber etwas hält ihn aufrecht, stützt ihn von innen. Es ist ein durchscheinendes Kreuz, das sein Rückgrat ist, sein Halt, sein Glaube.

Manchmal können wir nicht anders als annehmen, dass wir begrenzt sind, vielleicht auch am Ende. Viele von Ihnen und Euch kennen diesen Zustand bestimmt. Dann hoffe ich auf Gott, der meine Schwäche annimmt, unsere Schwäche annimmt, und zur Stärke wird, in mir, in uns. Amen.

Lied: In einer fernen Zeit

Fürbitten und Vaterunser  

Bekanntgaben

Lied: Holz auf Jesu Schulter (Gesangbuch, Nr. 97)

Segen

Orgelmusik

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