Im Leben jedes Menschen kommt es zu Brüchen und Übergängen. Indem wir lernen, diese zu verarbeiten, müssen wir uns neu orientieren und gewinnen damit an Selbstständigkeit und Selbstsicherheit.

So ist es auch im Leben Ihres Kindes. Mit dem Eintritt in den Kindergarten löst sich Ihr Kind das erste Mal für längere Zeit von der eigenen Familie, von vertrauten Personen und Räumen. Gemeinsam mit Ihnen versuchen wir einen sanften Übergang in die Kindergartengruppe zu gestalten, der an den individuellen Bedürfnissen Ihres Kindes orientiert ist.

Ein zweiter Übergang im Kindergarten findet in der Regel nach zwei Jahren statt. Dann wechselt ihr Kind in unsere „Vorschulgruppe“. Da diese Gruppe und deren Erzieherin Ihrem Kind aber vertraut ist, freuen sich die Kinder darauf, endlich zu den Großen zu gehören.Was genau ist unsere Vorschularbeit?

Wenn die Kinder schulpflichtig werden, wechseln sie das letzte Jahr vor der Schule in unsere so genannte „Vorschulgruppe“. In dieser Gruppe wird den Kindern nicht Lesen, Schreiben oder Rechnen vermittelt. Aber ein schulreifes Kind sollte neugierig, kommunikationsfähig und kritikfähig sein, es sollte nachfragen können und ein gesundes Selbstbewusstsein haben, um kleine Misserfolge, Ablehnungen oder Unlust zu ertragen. 
Uns ist aufgefallen, dass es eine Veränderung im Verhalten der Sechsjährigen gibt. Die Sechsjährigen beenden ihr Kleinkindalter, die Kindergartenphase und bereiten sich (unbewusst) auf einen neuen Lebensabschnitt vor. Natürlich tun sie immer noch alles gern, was sie jahrelang getan haben: Sie spielen, malen, gestalten, basteln, verkleiden sich, rennen , balancieren, bauen. Aber gleichzeitig lernen sie ihre neuen Fähigkeiten kennen, sie bilden Gruppen, betonen ihre Größe und Stärke, helfen und unterstützen Kleine, sind manchmal bockig und suchen bei all dem nach neuen Erfahrungen und Aktionsfeldern. Sie streben immer stärker nach Autonomie, sie nutzen die Außenspielplätze wesentlich stärker und haben ein Bedürfnis, „erwachsenenfreie“ Zonen zu erobern und den Schonraum Kindergarten zu verlassen. Sie wollen unabhängig und selbstständig sein. Das Bedürfnis nach Liebe und Geborgenheit, nach Lob und Anerkennung bleibt trotz aller Autonomiebestrebungen bestehen. 
Ein entscheidender Unterschied zu den anderen Gruppen besteht darin, dass die Nilpferdkinder häufiger unser Haus zu Exkursionen in der näheren Umgebung verlassen und dabei intensiv ein Verkehrstraining absolvieren. 
Bei vielen besonderen Aktivitäten erlernen unsere Großen verstärkt Konzentration, Ausdauer, Verantwortung und eine Arbeitshaltung.

Ein dritter Übergang findet mit Eintritt in die Grundschule statt. Dieses wird in der Vorschulgruppe gut vorbereitet. Der Übergang vom Kindergarten in die Schule wird mit den Lehrern gemeinsam gestaltet und soll ein schönes Erlebnis für alle Beteiligten werden.

Der traditionelle 'Rauswurf' der Schulkinder