Veröffentlicht von Isabel Klaus am Mo., 20. Apr. 2020 14:00 Uhr

Isabel Klaus: Liebe Ursel, wie ist es in diesen Tagen im Gemeindebüro von Remberti? 

Ursel Büßenschütt: Es ist relativ ruhig, aber es werden viele Mails geschrieben und ich muss viele Briefe drucken, falten, einpacken und verschicken

Isabel Klaus: Hat das Gemeindehaus schon sonderbare Eigenschaften entwickelt? Redet es mit dir oder wackelt es manchmal?

Ursel Büßenschütt: nein, bisher noch nicht

Isabel Klaus: Was würdest du tun, wenn das Gemeindehaus anfängt zu sprechen?

Ursel Büßenschütt: ganz ruhig zuhören. Ist bestimmt spannend, was es so zu erzählen hat...

Isabel Klaus: Da bin ich mir sicher. Ein halbes Jahrhundert hat es der Gemeinde zugehört. Bei Kirchenvorständen, Bauherrenrunden, Konventen oder Proben der Kantorei. All das hat es aufgespeichert. 

Ursel Büßenschütt: Ja wahrscheinlich kommt daher der Spruch: Du erzählst Geschichten wie ein altes Haus.

Isabel Klaus: Was fehlt dir, wenn du hier so vor dich hin arbeitest?

Ursel Büßenschütt: Mir fehlen die Menschen, das Miteinander, die Gemeindemitglieder, die immer mal hereinschneien

Isabel Klaus: Was war dein schönstes Erlebnis in dieser Allein-in-Remberti-Zeit?

Ursel Büßenschütt: Nach einer Woche ganz allein war es wunderbar, als Günter aus seiner Quarantäne wieder hier war und die Kaffeemaschine lief. Da war dann mehr Leben im Haus. Es ist beruhigend, wenn sie vor sich hin sprudelt, gurgelt, dampft und Bohnen mahlt. Das klingt dann als wäre alles in Ordnung.

Kategorien #KircheZuhauseErleben