Veröffentlicht von Isabel Klaus am Mo., 20. Apr. 2020 13:45 Uhr

Isabel Klaus: Liebe Lea, wie geht es dir auf deiner neuen Stelle in Remberti?  

Lea Vosgerau: Gerade ist es ein bisschen einsam und ich fühle mich durch Corona in meinem Tatendrang ziemlich ausgebremst. Aber ich wurde von denen, die auch im Moment in und um Remberti für Remberti arbeiten schon sehr herzlich in Empfang genommen und fühle mich gar nicht so allein. Außerdem  freue ich mich jedesmal, wenn ich in das Gemeindehaus oder die Kirche komme. Beim Erkunden der schönen Räume kommen mir viele Ideen und ich kann es kaum erwarten die Räume mit Leben gefüllt zu sehen.  

Isabel Klaus: Ist dir die Remberti-Kirche schon etwas vertrauter geworden und  wie war euer Kennenlernen? Habt ihr zusammen ein Glas Prosecco getrunken?  

Lea Vosgerau: Schon bei den ersten Treffen zu  meiner Bewerbung  habe ich mich in der Kirche sehr wohl gefühlt und wir haben uns auch musikalisch gut verstanden. In dieser ruhigen Zeit lerne ich die Kirche mit all ihren Geräuschen, die sonst vielleicht untergehen aber nochmal besonders gut kennen. Ohne die Orgel wäre es mir fast zu ruhig. Mit dem Prosecco warten wir deshalb bis wieder Leben in der Bude ist.  

Isabel Klaus: Unsere Orgel und du - spielt ihr gern zusammen und was spielt  ihr beiden am liebsten?  

Lea Vosgerau: Die Remberti-Orgel und ich sind ja ein Baujahr und verstehen uns ziemlich gut. Die Orgel bietet viele Möglichkeiten, die ich gerade erkunde. Da ist  von norddeutschem Barock über Leipziger Allerlei (Bach, Mendelssohn, Schuhmann, Reger) bis zu Cage, Ad Wammes und Improvisationen alles dabei.  Die Ergebnisse sind dann hoffentlich bald in einem Kennlernkonzert zu erleben.  

Isabel Klaus: durch die Online-Gottesdienste bekommt die Musik eine besondere  Nuance, denn wir hören dich nicht nur spielen, sondern sehen auch wie  deine Hände und Füße über die Tasten tanzen. Wie gehst du damit um?  Macht dich das nervöser, siehst du es als Chance?  

Lea Vosgerau: Natürlich macht es mich nervös so genau beobachtet zu werden und es ist ja auch ein kleines bisschen gemein, dass die Gemeinde sich so schon ein Bild von mir machen kann und ich noch gar nicht richtig weiß, mit wem ich es zu tun habe. Und das, wo  ich doch so neugierig bin und es kaum erwarten kann alle kennen zu lernen. Aber ich finde es super, dass wir die Möglichkeit haben jetzt erst einmal digital in Kontakt zu treten und habe mich auch schon über viele nette Mails aus der Gemeinde gefreut.  

Isabel Klaus: Neu in Bremen und dann allein in Remberti. Wie gestaltet sich  dein Leben in der Hansestadt?  

Lea Vosgerau: Ich habe jetzt die Chance Bremen ausführlich mit dem Fahrrad zu erkunden - das macht mir sehr viel Spaß. Außerdem kann ich mich in Ruhe in die anstehenden Aufgaben einarbeiten und zukünftige Projekte planen. 

Isabel Klaus: Eines dieser Projekte ist ein digitaler Chor. Das finde ich Weltklasse! 

Lea Vosgerau: In Zeiten, zu denen keine Chorproben und Gottesdienste stattfinden können, startet das erste „Remberti singt“-Projekt digital. Wir wollen den altirischen Segen „Mögen sich die Wege“ mehrstimmig aufnehmen und als mutmachenden Gruß in die Welt schicken. 

Isabel Klaus: Wie funktioniert so ein Chor?

Lea Vosgerau: Um dabei zu sein läuft die Anmeldung bis zum 27.4. unter lea.vosgerau@remberti.de

Im digitalen Chor singen wir jede*r für sich Zuhause und doch gemeinsam.  

Dazu sieht der Prozess folgendermaßen aus: 

1. Sie melden sich per Mail über lea.vosgerau@remberti.de bei mir an. 

2. Dann bekommen Sie alle Infos, Noten und Tonaufnahmen per Mail.

3. Sie hören das MP3 per Kopfhörer, singen dazu und nehmen sich dabei per Video auf.

4. Sie schicken das Video per Dropbox oder WeTransfer zurück an mich. 

5. Ich erstelle aus allen Beiträgen ein Video

Isabel Klaus: Das klingt wunderbar. Ich wünsche dir gutes Gelingen!

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