Veröffentlicht am Do., 9. Mai. 2019 10:00 Uhr

Liebe St. Remberti Gemeinde,
ab August werde ich nicht mehr als Pastor in dieser Gemeinde arbeiten. Für mich ist der Zeitpunkt gekommen, auf meinem Weg weiterzugehen. Ich verlasse die Gemeinde nicht, weil es mir hier nicht gefällt oder ich dazu gedrängt werde. Im Gegenteil, ich bin sehr gern hier und gehe, „wenn es am schönsten ist“. Es fällt mir nicht leicht.
Vor elf Jahren, im Sommer 2008, habe ich meinen Dienst als Pastor in St. Remberti angetreten. Mit der Pfarrstelle verbunden war der Schwerpunkt Konfirmanden- und Jugendarbeit, so dass die Gestaltung dieses Bereichs eine meiner Hauptaufgaben war. Doch natürlich gab es darüber hinaus die ganze Palette anderer pastoraler Tätigkeiten, Gottesdienste, Kasualien und Seelsorge, Veranstaltungen und Projekte. Im Rückblick kommen mir so viele Situationen in den Sinn, die meine Arbeit hier bestimmt und beflügelt haben: Begegnungen und Gespräche, gemeinsame Planungen und Feiern, lebendige und oft auch kontroverse Diskussionen. Ich denke an die Zusammenarbeit mit den Kolleg*innen und Mitarbeiter*innen der Gemeinde, mit mehreren Generationen von Bauherr*innen und Jugendleiter*innen, an die Gremien, Gruppen und Treffen. Ich erinnere mich an Gottesdienste und Filmgespräche, an Konfirmandenfreizeiten und Jugendleiterausbildungen, an gemeinsames Musizieren, geteilte Freude und Trauer. Ich habe so viele Menschen vor Augen, die mir hier viel bedeuten, dass es unangemessen wäre, nur einige davon zu nennen.
Ich weiß, dass ich mit meinem Schritt einige enttäusche. Hierfür und auch dafür, dass ich manchen anderen Erwartungen nicht gerecht geworden bin, bitte ich um Verzeihung. Ich werde die Leitung des forum Kirche in der Hollerallee übernehmen, des Hauses für Bildung, Begegnung und Beratung in der Bremischen Evangelischen Kirche. Dort ist neben dem Evangelischen Bildungswerk und dem Landesjugendpfarramt sowie anderen Einrichtungen auch die Arbeitsstelle für Religionspädagogik und Medien untergebracht, deren Leitung ich ebenfalls innehaben werde. Dadurch ist dies ein Ort für mich, an dem ich mehrere meiner bisherigen Arbeitsschwerpunkte und Interessen in anderer Form weiterführen kann.
Der Rembertigemeinde werde ich auch weiterhin als Mitglied angehören. Da ich sicherlich an der ein oder anderen Veranstaltung der Gemeinde teilnehmen werde, werden wir uns nicht ganz aus den Augen verlieren. Ohnehin ist Bremen ja bekanntlich nur ein Dorf.
Ich sage Ihnen und euch dennoch an dieser Stelle Adieu und bedanke mich für alle Unterstützung und Gemeinschaft, für alles, was wir miteinander erlebt und geschenkt bekommen haben. Ich wünsche der Gemeinde und allen, die in ihr leben, alles Gute und Gottes Segen!
Ihr / euer
Pastor Dirk von Jutrczenka

Verabschiedungsgottesdienst und Empfang am Sonntag, 18. August, um 10 Uhr

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